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BioSal Anlagenbau GmbH
Gewerbegebiet: An den Angerwiesen 6
D-04651 Bad Lausick
Germany
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Information zum Ammoniakwäscher  

D. Sattler, J. Sattler, R. Schneider

Kombinierte Abluftbehandlung

bei der Aufbereitung von Bioabfall

 

Bei zahlreichen Verarbeitungsprozessen von Bioabfall (mechanisch-biologische Abfallbehandlung, Behandlung von Klärschlamm, anaerobe Vergärung u.ä.) werden neben geruchsintensiven Verbindungen z.T. erhebliche Mengen Ammoniak freigesetzt.

In der Bundesrepublik Deutschland sind derzeit noch keine Emissionsgrenzen für NH3 in Abluftströmen festgelegt (1. Deutsche Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesimmissionsschutzgesetz: Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft [TA-Luft]). In besonderen Betriebseinrichtungen, z.B. Stallanlagen kann vom Genehmigungsverfahren her bereits heute eine Begrenzung der Ammoniakemissionen ab einem Massenstrom von 0,3 kg/h auf 30 mg/m³ erfolgen.

Durch verschiedene Bestrebungen der deutschen Bundesregierung ist jedoch damit zu rechnen, daß auch mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen in kurzer Zeit erhöhten Anforderungen an die zugehörige Abluftreinigungstechnik und insbesondere auch an die jeweiligen Ammoniak-Emissionen unterliegen werden.

 

Die Fa. BioSal Anlagenbau GmbH, u.a. spezialisiert auf die Herstellung von geschlossenen Containerbiofilteranlagen, dynamischen Kompostiersystemen und Anlagen für industrielles Wasserrecycling, hat angesichts kommender verschärfter Bestimmungen für die Aufbereitung NH3-haltiger Abluft und zur Erhöhung der Standzeit und des Wirkungsgrades ggf. nachgeschalteter Biofilteranlagen einen kompakten 2-stufigen Gegenstromwäscher mit Füllkörpereinsatz und Hochleistungsdüsen entwickelt und nach Pilotuntersuchungen zur Serienreife gebracht.

 
 

Das Ziel des kontinuierlichen Waschprozesses besteht darin, in der Abluft vorhandenen Ammoniak in Gegenwart von Schwefelsäure zu Ammoniumsulfat umzusetzen und somit eine unkontrollierte NH3-Emission in die Atmosphäre zu verhindern:

 

2 NH3 + H2SO4 à (NH4)2SO4  .

 

Optional kann anschließend die im BioSal®-Gegenstromwäscher vorgereinigte und konditionierte Abluft z.B. mit Hilfe eines BioSal®-Biofiltersystems von weiteren Schad- und Geruchsstoffen befreit werden.

Die sich im Verlauf der Umsetzung im Sumpf des Wäschers aufkonzentrierende (NH4)2SO4-Lösung wird bis zur Sättigung gebracht und bei Bedarf automatisch aus dem Prozeß ausgekreist.

Eine anschließende Verwendung der konzentrierten (NH4)2SO4-Lösung als Flüssig-Dünger (z.B. für Ölsaaten und andere Pflanzen mit hohem N- und S-Bedarf) oder eine Zumischung zu Gülle zur Verbesserung des N-Gehaltes ist denkbar. Über das Produkt (NH4)2SO4 hinaus fallen beim BioSal®-Gegenstromwäscher keine weiteren Sekundär- oder Abprodukte an.

Die BioSal®-Gegenstromwäscher werden – je nach Anlagengröße – in einem kompakten und frostgeschützten Funktionscontainer mit zugehöriger Anlagentechnik einschließlich Schalt- und Steuerschrank mit SPS geliefert.

Sämtliche flüssigkeitsberührten Bauteile der BioSal®-Gegenstromwäscher sind aus Edelstahl und hochwertigen Kunststoffen gefertigt.

Mit Hilfe einer direkt in die Düsenleitungen integrierten On-line pH-Elektrodenkonfiguration gelingt eine rasche Ermittlung des jeweiligen pH-Wertes. Eine Dosierstation mit Magnetdosierpumpe sorgt in Verbindung mit der pH-Sensorik und einer SPS für die optimale Einstellung der erforderlichen Schwefelsäurekonzentration in kürzester Zeit.

Somit stehen auch bei zeitlich extrem schwankenden Ammoniakkonzentrationen stets ausreichende Säurekonzentrationen zur Verfügung und sichern eine konstante Einhaltung der gewünschten Ammoniak-Grenzwerte im Reingas.

 

Abb. 1  Prinzipskizze eines 2-stufigen BioSal®-Gegenstromwäschers


Die BioSal®-Gegenstromwäscher erreichen je nach eingestellter Säurekonzentration Absorptionsleistungen bzw. Wirkungsgrade bis zu 98%.

Die Steuerung der bedienungs- und wartungsarmen Anlagen erfolgt automatisch mit einer SPS, welche auf Wunsch mit einer Datenfernübertragung zur entfernten visuellen Überwachung und Beeinflussung der Anlagenparameter ausgerüstet ist.

Die für Abluftströme von < 1 m³/h bis ca. 50.000 m³/h geeigneten BioSal®-Gegenstromwäscher können aufgrund ihres modularen Aufbaus problemlos in bereits bestehende Abluftbehandlungsanlagen integriert werden.

Zur Installation ist lediglich ein Frischwasser- und Elektroanschluß und bedarfsweise ein Streifenfundament erforderlich.

Auf Wunsch steht interessierten Anwendern für Vorversuche eine kombinierte BioSal®-Wäscher-/Biofilteranlage für Durchsätze bis zu 3.000 m³/h zur Verfügung.

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